Hauptproblem Heizkosten
Das Beheizen der Wohnräume verschlingt
im Durchschnitt 80% des gesamten Ener-
gieverbrauches eines privaten Haushaltes.
Dagegen entfällt auf Warmwasser, Beleu-
chtung und elektrische Geräte zusammen
nur ein Anteil von 20 %. Energie ist teuer.
Hoher Energiebedarf mindert das verfüg-
bare Nettoeinkommen. Energie ist wertvoll.

Energieverbrauch belastet das ökologische
Gleichgewicht der Natur. Ein Grund für den
immensen Bedarf an Heizenergie kann eine
schlechte oder veraltete Heizanlage sein, die
durch ihren niedrigen Wirkungsgrad die ein-
gesetzte Energie nicht optimal nutzt.

 
        
  

Die zwei größten Schlupflöcher findet die Wärme in den Wänden und im Dach eines
Hauses. Mit 30 bzw. 22% haben sie gemeinsam über die Hälfte des Energieverlustes
zu verantworten. Ein Verlust, der sich mit Fassadendämmung drastisch reduzieren
lässt. Einen weiteren Anlass stellen die Fenster dar. 13 % der Heizenergie gehen
durch das Lüften der Räume verloren, 20 % durch Transmission, d.h, durch Wärme-
austausch bei geschlossenen Fenstern.

 


 

Eine Ausgabe, die sich rechnet
Fassadendämmung erweist sich als echter Kostendrücker. Denn vom ersten Moment
an reduziert sie die Heizkosten. Die Investition amortisiert sich in wenigen Jahren. Beim
Neubau und Altbau. Hier wie da entscheidet der Zeitpunkt der Montage über die maxi-
male Rentabilität:

Beim Neubau von Anfang an auf ein Fassadendämmsystem zu setzen, ist entschieden
günstiger (und einfacher) als eine nachträgliche Montage.


Im Falle der Altbau-Sanierung gilt "wenn
schon, denn schon": sprich, die Ausstat-
tung des Hauses mit Fassadendämmung
nimmt man am besten im Zuge einer Riss-
Sanierung oder Putz-Erneuerung vor.


Die Kosten für Gerüstbau und Malerarbeiten
fallen dann nur einmal an.Folgende Modell-
rechnung zeigt Mittel- und langfristig bringt
Fassadendämmung greifbare wirtschaftliche
Vorteile.

 

Der Staat belohnt Sparsamkeit
Energie ist teuer, Energie wird immer teurer. Wer den Energieverbrauch verringert, redu-
ziert die Kosten. Vater Staat unterstützt das Anliegen der privaten Haushalte, durch Ener-
gieeinsparung die Haushaltsausgaben zu senken. Bund, Länder und Gemeinden geben
mit Förderprogrammen finanzielle Anreize für die Montage von Fassadendämmung. Die
Palette der Fördermaßnahmen reicht von zinsgünstigen Darlehen über Steuererleichte-
rungen bis hin zu finanziellen Zuschüssen.

 


 

Fassadendämmung die Rendite
Ein gutes Fassadendämmsystem redu-
ziert den Energieverbrauch eines Ge-
bäudes. Dadurch steigert es den Ge-
bäudewert. Denn ein Gebäude mit nied-
rigen Verbrauchswerten lässt sich bes-
ser vermieten. Auch beim Verkauf er-
zielt man einen sehr viel höheren Erlös.
Der Trend wird sich mit Einführung des
so genannten Energiepasses für Ge-
bäude verstärken.


Fassadendämmsysteme -aus hochwer-
tigen Materialien und vom kompetenten
Fachhandwerker verarbeitet, tragen auch
erheblich zum Erhalt der Bausubstanz
bei. Sie reduzieren witterungsbedingte
Temperaturschwankungen im Mauerwerk.
Sie schützen das Mauerwerk vor Feuchtig-
keit von außen. Und verlängern dadurch
die Renovierzyklen. Kurzum: Die Freude
am Haus währt dauerhaft.

 

Mehr Platz durch schmalere Mauern
Zwei Alternativen stehen zur Wahl, um
beim Hausbau die gesetzlichen Vorga-
ben in puncto Energiebedarf zu erfüllen:
Fassadendämmung oder dicke Wände.
Die Nachteile dicker Wände liegen auf
der Hand: Die Wohnfläche verringert sich.
Und damit auch eventuelle Mieteinnah-
men. Wird das Haus insgesamt größer
gebaut, steigen die Baukosten aufgrund
des stärkeren Fundamentes, des größe-
ren Daches etc.

Die klügere Lösung: die Montage von
Fassadendämmung. Das Rechenbeispiel
belegt es: Wände aus 17,5 cm starkem
Kalksandstein mit Wärmedämmung ha-
ben den seiben U-Wert wie 36,5 cm dik-


   

kes monolithisches Mauerwerk. Bei gleichen Außenmaßen und einer Grundfläche von
z.B. 120 m2 hat das Haus mit Fassadendämmung ca. 5,5 m2 mehr Wohnfläche.

Für die Kellerräume gilt das Gleiche. Dämmung verhindert das Abwandern kostbarer
Wärme ins Erdreich. Anstelle dicker Mauern empfiehlt sich die so genannte Perimeter-
dämmung der Außenwände. Dabei handelt es sich um spezielle Styroporplatten für den
Einsatz an Bauteilen mit Kontakt zum Erdreich.

 


 

Wärme ist nicht gleich Wärme
gesundes Raumklima: die Grundlage
für angenehmes Wohnen. Die Lufttem-
peratur ist dabei nur einer von vielen
Faktoren. Die Temperatur der Wand
spielt eine ebenso wichtige Rolle. Sie
darf höchstens 2° C unter der Raum-
luft liegen. Sonst entsteht Zugluft: Die
kalte Luft der Wand fällt im Zimmer
nach unten, die warme Raumluft steigt
nach oben.

 

   
Außerdem bildet sich an kalten Wänden
Kondenswasser. Die Wände durchfeuch-
ten. Das führt zu Schimmel. Modergeruch
breitet sich aus. Ein Haus mit Fassaden-
dämmsystem vermeidet solche Problerne.
Denn Fassadendämmung hält die Wände
warm. Außerdem hilft sie, die Ideal-Werte
des Raumklimas konstant zu halten. Da
steigert die Wohnqualität. Es fördert die
Behaglichkeit und trägt zur Gesundheit
der Bewohner bei.

 


 

Fassadendämmung schont die Ressourcen
Die Aufheizung der Erdatmosphäre - dersogenannte Treibhauseffekt -stellt global gesehen
das größte Umweltproblem dar. Ursache ist die Emission von Schadstoffen, hauptsächlich
Kohlendioxid (CO²). Es entsteht u.a. bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe, z.B. Erdöl
und Kohle. Mit der Unterzeichnung des Protokolls von Kyoto hat sich Deutschland verpflich-
tet, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2010 um 21% (gemessen an den Werten von
1990) zu reduzieren.
   

 

  1. Verursacher von Kohlendioxid:
    Heizung, Verkehr, Industrie, Brände
  2. Das Kohlendioxid sammelt sich
    als dicke Schicht in der Atmosphäre.
  3. Kurzwellige Sonnenstrahlen treffen
    auf die Erde.
  4. Bei der Reflexion vom Boden wird
    die Strahlung langwellig.
  5. Langwellige Strahlung kann die Kohlendioxidschicht nicht durch-
    dringen. Die Wärme staut sich,
    die Atmophäre heizt sich auf.

 

In Deutschland entfallen über 30% des Verbrauches fossiler Brennstoffe auf das Beheizen
von Wohnraum. Hier liegt das größte Einsparpotenzial. Bis zu 60% der Energiemenge las-
sen sich durch fachgerechte Fassadendämmung von Häusern einsparen. Ein aktiver Beitrag
zum Umweltschutz, der ohne Komforteinbußen geleistet werden kann.

 



   


Die ungedämmte Wand
Armes Mauerwerk

Ohne Dämmung dringt Kälte
ungehindert in das Mauerwerk.
Die Frostgrenze liegt in der
Mitte der Wand. Sehr viel
Wärme geht verloren.

Der Verbrauch von Heizenergie
steht in einem sehr schlechten
Verhältnis zur Heizwirkung. Die
hohe Temperaturdifferenz zwi-
schen innen und außen führt
zu Spannungen im Mauerwerk.

Die Gefahr von Bauschäden
steigt. Wird die Wand dann
auch noch feucht, dämmt sie
noch weniger.

 


Die ungedämmte Wand
   
 

  >>    Nachteile:

 
  • schlechte Wärmedämmung
  • hohe Heizkosten
  • unbehagliches Raumklima

 

  • hohes Gesundheitsrisiko
  • Spannung im Mauerwerk
  • Gefahr von Bauschäden
  >>    Vorteile:  
  • keine

 

 



   


Die von innen gedämmte Wand
Nur wenn es sein muss
Eine Hauswand mit innenseitiger Wär-
medämmung ist besser als eine unge-
dämmte Wand. Aber die Liste der
Nachteile spricht Bände: Das innen
gedämmte Mauerwerk bleibt kalt.

Die Wärme des Raums kann nicht ins
Mauerwerk gelangen. Die Wärmespei-
cherfähigkeit des Mauerwerks wird
dadurch nicht genutzt. In der Wand
verlegte Leitungen liegen im Frosbe-
reich. Nach dem Abschalten der Hei-
zung kühlen die Räume schnell aus.
Da die Dämmung das Haus nicht um-
schließt, entstehen Wärmebrücken.

Innenseitige Dämmung sollte daher
nur zum Einsatz kommen, wenn es
nicht anders geht: beispielsweise
bei nachträglicher Dämmung von
Kellerräumen.

 


Die von innen gedämmte Wand
   
 

  >>    Nachteile:

 
  • geringe Wärmedämmung
  • hohe Heizkosten

 

  • Frostgefahr für Wasserleitungen
  • rasches Abkühlen der Räume
    nach Abschalten der Heizung
  >>    Vorteile:  
  • nachträglich in Keller-
    räumen montierbar

 

  • geeignet für selten und
    kurzzeitig beheizte Räume


   


Die von außen gedämmte Wand
Dazu rät der Fachmann
Viele Jahre Erfahrung aus der Praxis
haben gezeigt: Die beste Lösung für
effektiven Wärmeschutz heißt Fassa-
dendämmung. Die an der Außenseite
des Gebäudes angebrachte Dämmung
blockiert die Kälte und unterbindet ihr
Eindringen in das Mauerwerk.

Die Zimmerwärme durchdringt die
Wand, geht aber nicht nach außen
verloren. Nach dem Abschalten der
Heizung ergibt sich der "Kachelofen-
Effekt": Die Wand gibt ihre Wärme
an die Räume zurück. Die Wohnung
kühlt also nicht sofort aus.


Das Raumklima. bleibt ausgeglichen. Das warme Mauerwerk verhindert außerdem Frost-
schäden an den Wasserleitungen. Im Sommer steht Fassadendämmung zwischen Sonne
und Wand. Unerträgliche Hitze in den Zimmern bleibt damit außen vor. Und: Bei nachträg-
licher Montage eines Fassadendämmsystems geht kein Wohnraum verloren.


Die von außen gedämmte Wand
   
 

  >>    Nachteile:

 
  • keine

 


  >>    Vorteile:  
  • hohe Dämmwirkung
  • hohe Heizkostenersparnis
  • volle Ausnutzung der Wärmespeicherfähigkeit
    der Wand

 

  • Schutz der Wand vor Tempera-
    turunterschieden, dadurch Aus-
    schluß von Bauschäden durch
    Spannung
  • Hitzeschutz im Sommer

Die Vorhang-Fassade
Eine Sonderform der von außen gedämmten Wand: Wärmedämmung durch eine vorgehän-
gte, hinterlüftete Fassade: Die Armierung und Beschichtung der Fassade befindet sich nicht
direkt auf dem Dämmstoff, sondern auf einer Trägerplatte. Zwischen dem Dämmstoff und den
Trägerplatten liegt eine bewegliche Luftschicht. Als Bindeglied zwischen Trägerplatte und
Mauerwerk dient eine Schienenkonstruktion aus Holz oder Aluminium. Die Schienen sind im
Mauerwerk verankert. Die Trägerplatten für die Schlussbeschichtung werden darauf ge-
schraubt oder geklebt.

 



   

Gestalten mit Farbe
Akzente setzen

Die Wirkung einer Farbe hängt grundsätzlich von ihrem Umfeld ab. Eine separat betrachtet
schöne Farbe kann durch einen ungünstigen Kontrast ihren ganzen Reiz einbüßen. Daher
empfiehlt es sich, Farben stets in der Gesamtheit einer situation zu beurteilen. Das farbliche
Erscheinungsbild eines Hauses ergibt sich aus dem Zusammenhang seiner Architektur, den
Gebäuden der unmittelbaren Umgebung sowie dem landschaftlichen Umfeld.

Das farbliche Zusammenspiel von Dach und Fassade ist dabei ein wesentlicher Faktor für
die Wirkung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Eventuelle Akzente an Fenstern, Geländern,
Haustüren usw. ergänlen sie. Durch die Wahl der Farbkombination kann der Bauherr großen
Einfluss auf die Ausstrahlung seines Hauses nehmen.

Zu beachten sind dabei immer der Ton, die Helligkeit und die Intensität der Farben. Im Folg-
enden werden fünf grundlegende Gestaltungsmuster vorgestellt und erläutert:

 


1. Weiße Wand, rotes Dach. Das ist die klassische Farbkombina-
tion deutscher Neubau-Siedlungen. Aufgrund des starken Kontras-
tes scheint das schwer wirkende Dach über dem Haus zu schwe-
ben. Die Gesamtwirkung des Hauses ist neutral bis unauffällig, vor
allem in der Kombination mit weißen Fenstern.

2. Die Farbe der Fassade leitet sich von der Dachfarbe ab. Dach
und Fassade ergeben eine Einheit. Die Gesamtwirkung des Hau-
ses ist kompakt. tendiert jedoch zu Eintönigkeit.

3. Die Kombinationder Komplementärfarben Rot und Grün. Beide
Teile des Hauses haben eine eigene Ausstrahlung. Sie kontrastie-
ren sehr gut. ohne langweilig zu wirken. Kritisch bei starker Bepflan-
zung bzw. Begrünung.

4. Ein dunkelgraues Dach wirkt stets schwer und scheint auf dem
Haus zu lasten. Tipp: entweder ein hellgraues Dach wählen oder
Fassadentöne einsetzen, die selbst eine starke Ausstrahlung
haben (wie z.B. das abgebildete Blau).

5. Eine sehr spannungsreiche Variante: Die intensive Fassaden-
farbe überstrahlt optisch das Gewicht des grauen Daches. Umge-
kehrt verhindert das Grau des Daches einen insgesamt zu aufdring-
lich bunten Gesamteindruck (wie er z.B. mit einem roten Dach
entstehen würde).




   

Fragen und Antworten

 

1. Reduziert Fassaden-
    dämmung die Atmungs-
    fähigkeit der Wand?

 

Nein. Denn keine Wand kann "atmen". Untersuchungen belegen.
dass Luftaustausch zwischen innen und außen fast ausschließ-
lich über die Türen und Fenster erfolgt. Weniger als 5% der Luft
dringen durch die Wand.


2. Ich habe bereits eine
    Innenwanddämmung.
    Wie kann ich sie ver-
    bessern?

 

Nur durch eine Außendämmung der Fassade.
3. Gibt es ein Mittel ge-
    gen feuchtes Mauer-
    werk?

Feuchtigkeit ist der größte Feind der Bausubstanz. Schon kleine
unbemerkte Schäden bewirken immense Folgeschäden. Umso
wichtiger ist es, bei der Sanierung Vorsorge gegen künftiges
Durchfeuchten zu treffen. Das bewährteste Mittel dafür: Fassa-
dendämmung. Sie stoppt das Eindringen der Feuchtigkeit von
außen. Sie verhindert Kondenswasserbildung im Inneren. Wich-
tig dabei auch: Horizontalabdichtung, um den kapill rischen Auf-
stieg von Feuchtigkeit aus dem Boden zu unterbinden. Und natür-
lich gutes Austrocknen zwischen den einzelnen Bauabschnitten.

 

4. Warum fördert der
    Staat Sanierungs-
    maßnahmen?

Umweltschutz ist ein Staatsziel. Denn eine intakte Umwelt gehört
zum Gemeinwohl. Förderung von Maßnahmen zur Wärmedäm-
mung gleicht der steuerlichen Entlastung von Autos mit Katalysa-
tor: Der einzeIne Bürger wird für sein Umweltbewusstsein belohnt.
Unschlüssige erhalten Anreize.

 

5. Wer bekommt Bau-
    oder Sanierungs-
    förderung?

Grundsätzlich jeder. Die Erfüllung bestimmter Auflagen vorausge-
setzt. Die Sanierung muss konkrete Energieeinsparungen bewir-
ken. Neubauten müssen die energetischen Standards von heute
erfüllen. Der Weg zur Förderung geht über Information und Bera-
tung.

 

6. Was kann ich sonst
    noch tun, um mit nied-
    rigen Heizkosten ein
    gesundes Wohnklima
    zu haben?

Richtig lüften. Lüften dient nicht nur der Frischluftzufuhr, sondern
auch dem Abtransport von Luftfeuchtigkeit. Richtig lüften heißt,
drei- bis viermal täglich durch w ites Offnen der Fenster und Türen
die Zimmerluft vollständig auszutauschen. Mit dem Abzug der
verbrauchten Luft verliert der Raum nur wenig Wärme. Die kühlere
Frischluft wird durch die gespeicherte Wärme in den Wänden
schnell auf Zimmertemperatur gebracht. Das Aufdrehen der Hei-
zung ist nicht notwendig. Durch ein ständig gekipptes oder ange-
lehntes Fenster hingegen heizt man buchstäblich zum Fenster
hinaus. Der permanente Aderlass verlangt Heizen auf vollen
Touren. Die Frischluftzufuhr erfolgt sehr uneffektiv.

 

 
Mehr Informationen dazu: http://www.energieagentur-ravensburg.de